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Seit Juni 2010 finden die „Tonspuren“- Konzerte an jedem dritten Montag
im Monat um 20.00 Uhr im Töpfereimuseum Langerwehe statt.
Ohren auf und neugierig sein: bei den „Tonspuren“ wird
Musik gespielt, die man nicht kennt. Das Publikum wird im Konzert durch
die Musiker über Besonderheiten der Kompositionen und Komponisten
informiert.
In den Musikbibliotheken Europas gibt es noch wahre
Schätze zu bergen. Hunderte von Sonaten, Konzerten und Sinfonien des 18.
Jahrhunderts warten darauf, wiederentdeckt und gespielt zu werden. Für
Musiker besteht ein großer Reiz darin, diese Musik aufzuspüren und zu
spielen. Viele hervorragende Komponisten, die vor zweihundert Jahren in
großem Ansehen standen, sind dem heutigen Konzertpublikum unbekannt, da
sie im kommerziellen Konzertbetrieb praktisch nicht aufgeführt werden.
Die „Alte Musik“ beschränkt sich heutzutage längst nicht
mehr auf Musik der Renaissance und des Barock. Gerade die Musik der
Klassik und Romantik steht aktuell im Fokus der historischen
Aufführungspraxis. Köln ist dabei eines der wichtigsten Zentren Europas.
Entsprechend groß ist die Zahl höchst qualifizierter Musiker, die im
Raum Köln/Aachen wohnhaft sind und auch bei den „Tonspuren“ mitwirken.
Die Besetzung ergibt sich durch eine auch für die Musiker attraktive
Zusammenstellung der Programme.
Nachdem die „Tonspuren“ 2010 ausschließlich durch das
Ensemble musica solare gestaltet wurden, werden 2011 auch interessierte,
befreundete Gastensemble in die Reihe einbezogen. Die Auswahl der
Programme liegt bei der Flötistin Darja Großheide, die für die
„Tonspuren“ verantwortlich ist.
Träger der Konzertreihe ist der Förderkreis des
Töpfereimuseums Langerwehe, der die Öffentlichkeitsarbeit und die
Bewirtung des Publikums mit Getränken übernimmt. 2010 spielten die
Musiker ausschließlich „auf Hut“, ab Januar 2011 wird ein Eintrittsgeld
von
10,00 € (Schüler frei) erhoben.
Der Gedanke der regionalen Vernetzung soll in Zukunft
stärker integriert werden. In diesem Sinne wird angedacht, zwei bis drei
der jährlichen „Tonspuren“ an anderen attraktiven Standorten zu geben.
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13.2.2012,
20.00 Uhr
Tonspur Nr.19
Geburtstagskonzert
Friedrich der Große wird 300
Annie Laflamme & Darja Großheide,
Traversflöten nach J. J. Quantz
Evelyn Buyken, Violoncello,
Stefan Horz, Cembalo
Annie Laflamme,
geboren in Sept-Iles, Kanada, studierte Querflöte am
Konservatorium in Rimouski sowie an der
McGill-Univertität Montreal. Ein
Traversflötenstudium bei Wilbert Hazelzet am
Königlichen Konservatorium in Den Haag erfolgte
anschließend..
Annie Laflamme spielt in verschiedenen Orchestern
Traversflöte (Barock, Klassisch, Romantisch) und
Querflöte, darunter die Haydn Akademie Wien, Le
Cercle de l’Harmonie, Kölner Akademie, Das Neue
Orchester, Concerto Köln, das Orchester der
Ludwigsburger Schlossfestspiele, Collegium 1740 und
die Compagnia di Punto. Darüber hinaus trat sie als
Solistin und Kammermusikerin in Europa, Kanada,
Südamerika, der arabischen Welt, in Japan und Indien
auf und wirkte bei zahlreichen Rundfunk- und
CD-Produktionen in Kanada und Europa mit. Als
Kursleiterin war sie in Kanada, Frankreich, Spanien,
Polen und bei den Innsbrucker Festwochen tätig.

Evelyn Buyken, studierte zunächst Schulmusik (Examen
2009) an der Hochschule für Musik in Köln mit
Hauptfach Violoncello bei Christian Brunnert sowie
Germanistik an der Kölner Universität. Ab 2006
folgten Künstlerische Diplomstudiengang für
Barockcello und Gambe bei Prof. Rainer Zipperling
und bei Christian Niedling an der Hochschule für
Musik Trossingen. Ihre künstlerische Ausbildung
vertiefte sie u.a. durch Studien am Conservatorio di
musica Santa Cecilia in Rom und durch regelmäßige
Teilnahme an diversen Meisterkursen, u.a. bei
Christian Niedling, Guido Larisch und Wieland
Kuijken.
Evelyn Buyken ist Mitglied in dem auf Barockmusik
spezialisierten Ensemble La Primavera, im Cölner
Barockorchester, in den Orchestern „L’Arte del Mondo“
und „Kölner Akademie“.
Sie ist Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung
(seit 2004).

Stefan Horz studierte Kirchenmusik in Köln
(A-Examen) und machte anschließend ein
Orgelaufbaustudium in Hamburg bei Prof. Wolfgang
Zerer. Sein Cembalokonzertexamen ("mit
Auszeichnung")machte er in Köln bei Prof. Ketil
Haugsand. Wichtige Anregungen für seine
künstlerische Entwicklung erhielt er bei
Meisterkursen mit Bob van Asperen, Glenn Wilson,
Harald Vogel und Michael Radulescu.
Stefan Horz konzertierte mit verschiedenen
Orchestern der alten Musik – z.B. Concerto Köln oder
der Neuen Düsseldorfer Hofmusik – und darüber hinaus
als Solist und Kammermusiker mit eigenen Ensembles
u.a. bei den Göttinger Händel-Festspielen, dem
styriarte-Festival in Graz, dem Rheingau-Festival
und in der Alten Oper Frankfurt. 1998 wurde Stefan
Horz als Johannes Gefferts Nachfolger zum Organisten
an der traditionsreichen Kreuzkirche in Bonn
berufen.

Darja Großheide studierte zunächst Blockflöte bei
Maestro Sergio Balestracci in Padua (Italien).Es
folgten Studienabschlüsse an den Musikhochschulen
von Maastricht (NL) und Köln.. Bei Prof. Karl Kaiser
machte sie ein Aufbaustudium für Traversflöte an der
MHS Frankfurt, bei Martin Sandhoff spezialisierte
sie sich zusätzlich auf das Spiel romantischer
Klappenflöten. Sie konzertiert mit verschiedenen
Barockorchestern sowie in unterschiedlichen
kammermusikalischen Formationen. Die Kammermusik und
die dazugehörigen Recherchen nach Notenmaterial des
achtzehnten Jahrhunderts bilden ihren
Interessenschwerpunkt. Mehrere CD-Produktionen mit
Ersteinspielungen ihres Ensembles „musica solare“
sind aus dieser Arbeit hervorgegangen.
Seit Juni 2010 organisiert Darja Großheide die
„Tonspuren“ in Langerwehe.

Programm
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Johann Gottlieb Graun
(1702 – 1771) |
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Trio in D-Dur
für 2 Flöten und Basso
continuo
- Largo
- Allegro
- Andante
- Vivace |
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Carl Philipp Emanuel Bach
(1714 – 1788) |
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Konzert in a-moll (Wq170)
für Violoncello,
Str. u. Basso continuo
- Andante |
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Johann Joachim Quantz
(1697 – 1773) |
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Trio in C-Dur
für Blockflöte,Traversflöte
und B.C.
- Affettuoso
- Alla breve
- Larghetto
- Vivace
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Pause |
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Johann Joachim Quantz |
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Sonate in Es-Dur für
2 Flöten und B.c.
- Larghetto
- Presto
- Affettuoso
- Vivace |
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Johann Sebastian Bach
(1685 – 1750) |
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Ricercar a tre aus dem
„Musikalischen Opfer“
für Cembalo solo |
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Carl Philipp Emanuel Bach
( 1714 – 1788 )
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Trio in E-Dur für 2 Flöten und B.c.
- Allegretto
- Adagio di molto
- Allegro assai |
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