"Tonspur Nr.3"
 

   

Orpheus Britannicus

Es spielen:

Anna Fischer (Alt)  und Cornelia Orendi (Mezzo)
Rainer Johannsen (Blockflöte und Fagott)
Darja Großheide (Flöten) und Willi Kronenberg (Cembalo)
 

 

Programm:

Henry Purcell
( 1659 – 1695 )

 

 „Musick“ aus „Timon of Athens“
( Orpheus Britannicus, Bd.2 )
für zwei Stimmen, zwei Flöten und B.c.
 

Johann Ernst Galliard
(1680 – 1749)

 

Sonata VIII in g-moll
für Flöte und B.c.
Preludio – Corrente - Sarabanda – Allemanda -
 

Henry Purcell

 

An Evening Hymn
für Alt und Basso continuo
 

Johann Ernst Galliard
 

 

Sonate III in F-Dur
für Fagott und B.c. for the Harpsichord
Largo – Allegro – Adagio - Spiritoso
 

George Friderick Händel
(1685 - 1759)

 

Duett von Cornelia und Sesto
aus der Oper „Giulio Cesare“
 

Henry Purcell

 

A Single Song, in the Libertine
( aus dem Orpheus Britannicus, Bd.1 )


kurze Pause
 

Henry Purcell

 

aus der Suite in g-moll für Cembalo solo
 

John Blow
(1649 – 1708)

 

Ode On The Death Of Mr.Henry Purcell
für zwei Altstimmen, zwei Flöten und Basso continuo

 

 

 

 

Bereits zu Lebzeiten galt Henry Purcell unter seinen Kollegen als der bedeutenste englische Komponist und wurde – nicht zuletzt aufgrund seines überaus feinfühligen Umgangs mit der englischen Sprache - bewundernd „Orpheus Britannicus“ genannt.

So lautet auch der Titel der von seiner Witwe 1698 und 1702 posthum herausgegebenen Liedsammlungen, aus denen das Ensemble musica solare bei seinen nächsten „Tonspuren“ am 20. September im Töpfereimuseum einige erklingen lässt.

Als Purcell im Alter von 35 Jahren verstarb, widmete ihm sein Lehrer, der Komponist John Blow, die  „Ode On The Death Of Mr. Henry Purcell“, ein wunderbares Stück für zwei Flöten, zwei Altstimmen und Basso continuo, welches die Keimzelle für dieses besondere Programm bildet. Zwei Sonaten des nach England emeritierten Komponisten J.E.Galliard runden das Programm ab.

Zu Gast sind diesmal zwei hervorragende Sängerinnen mit tiefer Stimmlage: Cornelia Orendi und Anna Fischer. Beide waren Schülerinnen von Barbara Schlick, der „Grand Dame“ der Alten Musik, und sind inzwischen international begehrte Solistinnen.

 



Anna Fischer

Anna Fischer, geboren in Gladbeck, arbeitete nach ihrem Abitur zunächst als Schauspielerin am Städtebundtheater Hof. Dem Studium an der „Neuen Münchner Schauspielschule“ folgte eine Gesangsausbildung bei Dietrich Henschel und am Conservatorium Maastricht. Sie setzte ihr Studium bei Prof. Barbara Schlick und Danielle Grima an der Musikhochschule Köln, Abt. Wuppertal fort.

Die Altistin war Stipendiatin an der von August Everding gegründeten „Münchner Singschul´“ bei Hans Sotin und besuchte u.a. Meisterkurse bei Rudolf Piernay, Irwin Gage und Esther de Bros, Ulf Bästlein und Charles Spencer.

Ihre Konzerttätigkeit in den Bereichen Lied und Oratorium führte sie u.a. nach Italien, Frankreich, den Niederlanden, Portugal, Mexico City und in Konzerthäuser, wie z.B. die Berliner und Kölner Philharmonie, das Berliner Konzerthaus und in die Liederhalle Stuttgart.

Mit Cord Garben nahm sie eine CD mit unbekannten Heine-Vertonungen auf.

Opern-Engagements führten sie u.a. nach Arnheim, Meran, an die Deutsche Oper Berlin, die Opernhäuser Bonn, Wuppertal, Potsdam, Frankfurt O. und Winterthur (Schweiz).

Im Rahmen der Händel-Festspiele Halle sang sie in Bad Lauchstädt, Hannover, Bayreuth und im Barocktheater Bury St. Edmunds (England).

Seit dem Sommer 2005 gehörte Anna Fischer zum Opernensemble des Staatstheaters Cottbus und wechselte in der Spielzeit 2009/2010 zum Theater Regensburg. 

 

Cornelia Orendi


Cornelia Orendi, geboren in Mülheim an der Ruhr, machte ihre ersten Konzerterfahrungen bereits während der Schulzeit. Sie studierte zuerst Kunst und Germanistik, bevor sie bei Prof.Barbara Schlick ihr Gesangsstudium mit dem Schwerpunkt Lied- und Oratoriengesang begann.
In der Arbeit mit Kai Wessel, Paul Esswood, Herrmann Max und Konrad Junghänel vertiefte sie ihre Kenntnisse der Alten Musik.

Noch während ihres Studiums wurde Cornelia Orendi ins Ensemble der Deutschen Oper am Rhein engagiert.
Neben ihrer Tätigkeit auf der Opernbühne ist sie auch zunehmend als Solistin auf dem Konzertpodium gefragt. Dabei gehören zu ihrem Repertoire ebenso Lautenlieder und frühbarocke Kammermusik wie die großen Oratorien von Bach und Mendelssohn, sowie auch verschiedene Konzertprogramme mit klassischem Liedgesang. Große Beachtung fanden Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen mit Uraufführungen zeitgenössischer Liedkompositionen und Liedern europäischer Komponistinnen.

 

Der aus Düren gebürtige Fagottist und Flötist Rainer Johannsen, der mit den namhaftesten Barockensembles Europas tourt, ergänzt mit Darja Großheide(Blockflöte) und Willi Kronenberg (Cembalo) die Besetzung.

Die „Tonspuren“ sind eine neue Konzertreihe im Töpfereimuseum in Langerwehe. Sie finden jeweils am dritten Montag im Monat um 20.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.