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Es ist nicht sehr bekannt: Im Mittelalter
waren Hunderttausende Männer und Frauen ständig auf Pilgerfahrt.
Ein Umhang, ein großer Hut, ein starker
Stock, eine Tasche und eine Wasserflasche waren ihre ganze Ausrüstung.
Wie kamen diese Menschen unterwegs zurecht? Wie lange waren sie auf
Achse? Wovon haben sie sich ernährt? Was passierte, wenn sie krank
wurden?
Das Thema Pilgern ist auch das Thema
Reisen: Die Gefahren auf den Wegen, die Pest, die Hospize, in
denen man Aufnahme fand.
Aachen und einige umliegende Städte gehörten mit zu den begehrten Zielen
der frommen Wanderer. Weil es so viele geworden waren, wurde im 14. Jh.
das Zeigen der Reliquien im Freien eingeführt, sozusagen als
"Open - Air - Festival".
Das Spektakel war gewaltig. Tausende stießen beim Anblick der lang
ersehnten Heiligtümer gleichzeitig in tönerne Hörner, die meist die
Töpfer in Langerwehe und Raeren gefertigt hatten.
Das
Einkleiden eines Schülers in die mittelalterliche Pilgertracht und das
gemeinsame Blasen auf den Hörnern aus Keramik beschließen die ca.
einstündige Einheit.
Bei
der späteren Vorführung an der Töpferscheibe dreht der Meister für die
Schüler natürlich ein Pilgerhorn.
>>Hintergrundinformationen
hierzu als pdf-Datei
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